§ 60a Abs. 1 AO-Bescheid

Mit diesem (2013 neu eingeführten) Bescheid wird die Erfüllung der satzungsmäßigen Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit bestätigt. Dieses Verfahren löst die bisherigen Regelungen zur vorläufigen Gemeinnützigkeit ab. Gegen den § 60a Abs. 1 AO-Bescheid kann nunmehr Einspruch eingelegt werden.

Der Bescheid ergeht

  • automatisch bei jeder turnusmäßigen Überprüfung der Gemeinnützigkeit oder

  • jederzeit auf Antrag des Vereins.

Ein Verein kann nur dann Zuwendungsbestätigungen ausstellen, wenn

  • das Datum der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid oder des Freistellungsbescheids nicht länger als fünf Jahre zurückliegt oder

  • die Feststellung der sog. Satzungsmäßigkeit nach § 60a AO nicht länger als drei Jahre zurückliegt und bisher kein Freistellungsbescheid oder eine Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid erteilt wurde.

(c) Steuerberatung Sandra Oechler

Abberufung

Wenn in der Satzung nicht anders geregelt, kann ein Vorstand in dem gleichen Verfahren, wie er gewählt wurde, auch wieder abgewählt werden. Dabei sind sehr genau die formellen Vorschriften zu beachten, d. h., es muss in einer (außer-)ordentlichen Mitgliederversammlung über diesen in der Einladung bekannt gegebenen Tagesordnungspunkt abgestimmt werden.

(c) Steuerberatung Sandra Oechler

Abschreibung

Bei Wirtschaftsgütern, deren Verwendung oder Nutzung durch den Steuerpflichtigen zur Erzielung von Einkünften sich voraussichtlich auf einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzuschreiben, d. h. die Anschaffungs- oder Herstellungskosten mindern nicht im Jahr der Anschaffung oder Herstellung mit 100% der Kosten den Gewinn sondern anteilig über einen bestimmten Zeitraum verteilt. Dieser Zeitraum ist die sog. betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Dies gilt für Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800,00 € (netto bei vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen; bis 31.12.2016: 410,00 €) übersteigen.

Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,01 € - 800,00 € (bis 31.12.2016: 150,01 € - 410,00 €) handelt es sich um sog. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die sofort zu 100% abgeschrieben werden können.

Bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von 250,01 € - 1.000,00 € (bis 31.12.2016: 150,01 € - 1.000,00 €) kann ein sog. Sammelposten gebildet werden, der unabhängig von den entsprechenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern und auch unabhängig von einem evtl. vorzeitigen Ausscheiden eines Wirtschaftsguts zwingend auf 5 Jahre abzuschreiben ist.

(c) Steuerberatung Sandra Oechler